Geflochtene Wäschekörbe sehen auf den ersten Blick ähnlich aus. Im Alltag verhalten sie sich aber sehr unterschiedlich: Manche stehen nach Jahren noch gerade, andere sacken zusammen, sobald sie halb voll sind. Der Unterschied liegt fast immer im Material. Hier die vier häufigsten im Vergleich.
Seegras
Was im Handel als Seegras verkauft wird, ist meist ein Gras aus Feuchtgebieten, das zu Kordeln gedreht und dann verflochten wird. Seegras wirkt glatt, gleichmäßig und naturfarben. Es ist relativ weich, deshalb brauchen größere Wäschekörbe aus Seegras oft ein Gestell aus Draht im Inneren, damit sie ihre Form halten.
Gut für: ruhige, naturfarbene Einrichtung. Achte auf: ob der Korb ohne Gestell steht oder ob innen Metall verarbeitet ist.
Rattan
Rattan stammt aus den Stängeln einer Kletterpalme. Das Material ist hart und zugleich biegsam, deshalb wird es auch für Möbel verwendet. Wäschekörbe aus Rattan sind sehr formstabil, aber meist schwerer und eher offen geflochten. Mit den Jahren können einzelne Fasern brechen und abstehen.
Gut für: wer einen sehr steifen Korb möchte. Achte auf: glatte Kanten, damit nichts an der Wäsche hängen bleibt.
Wasserhyazinthe
Wasserhyazinthe wird aus den getrockneten Stängeln einer Wasserpflanze geflochten. Die Stränge sind dick und weich, die Körbe wirken dadurch voluminös und gemütlich. Dafür ist das Material empfindlicher gegenüber dauerhafter Feuchtigkeit und gibt unter Gewicht eher nach.
Gut für: Decken und Kissen im Wohnzimmer. Achte auf: einen trockenen Standort, im Bad ist Wasserhyazinthe die schwächste Wahl.
Savannengras
Unsere Körbe werden im Senegal von Hand aus Savannengras und recyceltem Kunststoff gefertigt. Das Gras wird in dichten Spiralen gearbeitet, dadurch stehen die Körbe auch ohne Gestell stabil. Farben und Muster entstehen vor allem durch den Kunststoff, so gibt es Körbe in Weiß, Schwarz, Türkis oder bunt. Deckel und Griffe sind mit Kunstleder eingefasst, das die Kanten schützt.
Gut für: große Wäschekörbe mit Deckel, die voll beladen gerade stehen sollen. Achte auf: Da jeder Korb von Hand entsteht, weichen Maße und Muster leicht voneinander ab.
Und was ist mit Kunststoff in Flechtoptik?
Körbe aus Kunststoff, die wie Rattan aussehen, sind abwaschbar und günstig. Sie lassen aber kaum Luft durch. Feuchte Handtücher fangen darin nach ein bis zwei Tagen an zu riechen. Für einen Wäschekorb ist ein Naturmaterial deshalb meist die bessere Wahl.
So erkennst du einen guten geflochtenen Wäschekorb
- Er steht gerade, auch wenn er leer ist, und wackelt nicht.
- Das Geflecht ist dicht, du siehst keine Lücken, durch die Socken rutschen.
- Der Deckel liegt ruhig auf und lässt sich mit einer Hand abnehmen.
- Die Griffe sind verstärkt, denn dort trägt der Korb das ganze Gewicht.
Kurz zusammengefasst
Seegras ist glatt und ruhig, braucht bei großen Körben aber oft ein Gestell. Rattan ist sehr steif, Wasserhyazinthe weich und gemütlich, aber empfindlich bei Feuchtigkeit. Savannengras steht dank dichter Spiralen von allein stabil und eignet sich deshalb gut für große Körbe mit Deckel. Beispiele sind der Wäschekorb Kolda in Türkis oder der Wäschekorb Thiès. Alle Modelle stehen unter Wäschekörbe mit Deckel, und wie du sie sauber hältst, liest du in Geflochtene Körbe reinigen.